Workout im Schlamm
gemeinsam den Berg Isel aufforsten (11. April 2014)

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Im Jahr 2013 war das Pfändergebiet mit großen Mengen an Niederschlag konfrontiert. Zirka 600 Liter pro Quadratmeter regnete es im Juni dieses Jahres – gut 40 Prozent der Jahresniederschlagsmenge eines Durchschnittjahres. Auf der rutschanfälligen Geologie des Pfänderhanges löste sich damals ein über 20.000 m2 großer Hangrutsch oberhalb des Berg Isels.

Das Gebiet sollte 2014 aufgeforstet werden um für die Herausforderungen der Zukunft fit zu sein. Für die „Waldschule Bodensee“ eine gute Gelegenheit, um das Thema Wald als Wasserspeicher allen Interessierten in der Praxis näher zu bringen.

Was macht der Wald, wenn es aus Kübeln schüttet?

Der Wald kann im Vergleich zu Ackerflächen, Grünflächen oder in extrem versiegelten Flächen eine wesentlich größere Menge an Niederschlagswasser speichern. Regnet es, bleibt ein Teil des Niederschlags im Kronendach hängen und verdunstet von dort. Ein weiterer Teil sickert in den Waldboden, der wie ein Schwamm wirkt und ein Großteil des Wassers wird über die Wurzeln durch den Baum aufgenommen und transpiriert. Erst wenn alle diese Kapazitäten ausgenutzt sind, wird das Wasser ins Grundwasser abgegeben. Dadurch werden Hochwasserspitzen gemindert oder überhaut vermieden.

Welche Baumarten eignen sich für die Aufforstung im Gebiet Berg Isel?

Aufgeforstet wurde der Hangrutsch Berg Isel vorwiegend mit Erlen, einer Pionierbaumart, die den Boden stabilisiert, ihn mit Stickstoff anreichert und Wasser aus dem Hang „pumpt“. Eichen und Douglasien sollen die Biodiversität erhöhen und den zukünftigen Wald fit für den Klimawandel machen. Natürlich durfte auch die Buche – der Baum des Jahres 2014 – nicht fehlen. Die Baumkinder stammten aus dem Landesforstgarten in Rankweil, wo sie zirka 3 bis 5 Jahre erzogen und dann in den Wald „entlassen“ werden.

Termin auf Anfrage, auch für Gruppen buchbar.