Mit dem Alpinen Schutzwaldpreis ausgezeichnet: Resilienz für Führungskräfte mit dem Gebirgswald als Lehrmeister!

Faszinierende Einblicke in die dynamische Stabilität unserer Waldökosysteme und was wir als Führungskräfte daraus lernen können.

Menschen, und im besonderen Führungskräfte sind in unserer herausfordernder Zeit vielen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Sei es in der Familie, der Gesellschaft oder im Beruf, der Umgang mit kleinen und großen Krisen bestimmt oft den Alltag. Die persönliche Resilienz, also die Fähigkeit Krisen zu bewältigen, steht immer mehr im Fokus auch von betrieblichem Gesundheitsmanagement.

Nicht nur Menschen, auch Ökosysteme müssen mit Krisen umgehen. Gebirgswälder sind durch ihre extrem exponierte Lage, besonders heftigen Interventionen ausgesetzt. Die Natur hat geniale Strategien entwickelt, um mit existenzbedrohenden Katastrophen, aber auch mit den Unbilden des Alltags umzugehen. Natürliche Systeme können daher als Ratgeber und als Spiegel für unser Tun herangezogen werden.

Mitte September haben sich Führungskräfte des Landes Vorarlberg mit der Waldschule Bodensee (Peter Feuersinger, Karin Müller-Vögel und Maria Uhl) auf den Weg in den Kirchwald im Kleinwalsertal und auf ein ehemaliges Wildbachlager am Heuberg gemacht, um die spannende Geschichte dieses Ortes zu hören und zu erfahren, was sie mit der persönlichen Resilienz und der Resilienz von Teams zu tun hat.

Abenteuerlich war die Anfahrt, herausfordernd das Wetter: goldener Sonnenschein, Fön, Schnee und Frost – ein Spiegel für das Leben mit seinen Höhen und Tiefen. Hinausbewegt aus der Komfortzone, ging es um die Krise als Chance und Impulsgeber zur Weiterentwicklung, die zentralen Schutzfaktoren der Resilienz und die Umsetzung ins konkrete (Berufs)leben. Verblüffend war die Selbstorganisation der TeilnehmerInnen als Team. Sichtbar wurde, dass Führungskräfte im Landesdienst fähig sind, neue Herausforderungen zu sehen, aufzugreifen, gemeinsam daran zu arbeiten und dort anzupacken, wo sie sich im Team, mit ihren speziellen Fähigkeiten einbringen können – eine gute Voraussetzung für die Herausforderungen der Zukunft!

Danke für das Einlassen auf das Abenteuer, die Offenheit den Inhalten gegenüber und natürlich auch an jenen Frühaufsteher, der für uns den Weg nach Mittelberg auf sich genommen hat, um uns mit frischen Brötchen für das Frühstück zu versorgen!

Das Projekt wurde am 31. Jänner 2020 mit dem „Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia 2019“ in der Kategorie „Öffentlichkeitsarbeit – Schutzwaldpartnerschaften – Innovationen“ ausgezeichnet.